18 | 12 | 2017

Die Mobile Buchwerkstatt zu Gast in der 3b

image3Die Schülerinnen und Schüler der Klasse 3b sind beschäftigt. Sie schleppen Kisten, Körbe, Walzen und Werkzeuge ins Schulhaus, die sie aus einem Lieferwagen heben. Auf dem Auto steht „KinderKunstRaum“. „Was macht ihr da?“ fragt eine Schülerin, die zufällig vorbei kommt.

Die Mobile Buchwerkstatt besucht die Klasse 3a. Claudia, Barbara und Kora vom KinderKunstRaum (eine Abteilung vom Amt für Kultur und Freizeit) werden drei Tage mit uns verbringen und Bücher herstellen. Die Geschichten dafür haben die Schülerinnen und Schüler schon mit ihrer Klassenlehrerin Frau Wagner-Wickleder im Vorfeld geschrieben. Wunderbare Geschichten. Einzigartig, von lustig bis spannend.

Am ersten Tag erzählen die drei Frauen erst einmal, wie ein Buch aufgebaut ist. Dass jedes Buch einen Titel haben muss, was ein Impressum ist, was in einem Klappentext steht und wie ein Buch gebunden wird.

Um sich besser vorstellen zu können, wie das Buch später aussieht, wird zu jedem Exemplar eine Vorlage aus einfachem Papier erstellt. Es wird ganz genau festgelegt, wo Text und wo Bilder sein werden und wie viel Text auf jede Seite kommt.

Bilder dürfen in den Büchern natürlich auch nicht fehlen. Jedes Kind darf drei Illustrationen zu seiner Geschichte entwerfen. Die Entwürfe werden dann auf Linolplatten übertragen und mit speziellen Schnitzmessern in die Platten geritzt. Das ist ganz schön anstrengend und am Ende des Unterrichtstages sind alle ganz schön erschöpft.

Tag Zwei steht im Zeichen des Linoldrucks. Die kleine Aula hat sich in eine Druckwerkstatt verwandelt. Walzen, rollen, Farben, eine Presse und ein Trockengestell warten darauf, in Betrieb genommen zu werden. Sehr sorgfältig müssen die Platten mit Farbe bestrichen werden, bevor das Motiv aufs Papier gepresst wird. Etwas Übung ist hier nicht fehl am Platz, deshalb stellt jeder erst einmal einen Probedruck her. Schließlich muss man noch genau darauf achten, dass das richtige Bild auf die passende Seite gedruckt wird. Über Nacht werden die noch feuchten Papiere im Trockengestell gelagert.

Währenddessen beginnt die Herstellung der Buchdeckel. Mit Buchbinderleim, Schere, Papier und kreativen Ideen verzieren die Schülerinnen und Schüler ihre Covers, stempeln oder schreiben die Titel auf die Deckseite und gestalten das Impressum und den Klappentext.

So geht auch der zweite Tag nach viel getaner Arbeit zu Ende.

Nadel und Faden kommt am dritten und letzten Tag unserer Buchwerkstatt zum Einsatz. All die geschriebenen, gedruckten und gestempelten Seiten werden heute zusammengefügt, gebunden. Mit speziellem Buchklebeband, Buchbinderfaden und der richtigen Nähtechnik gehen wir ans Werk.

Und nun stellen wir fest: wunderschön sind sie geworden, unsere Bücher. Jedes Exemplar für sich einzigartig und wertvoll. Noch feucht vom Leim werden sie eine Nacht gepresst werden, damit sich die Seiten nicht wellen, dann sind sie endgültig fertig.

Nach drei Tagen intensiver Arbeit sagen wir Dankeschön an das Team vom KinderKunstRaum. Es hat viel Spaß gemacht, ein eigenes Buch herzustellen. Es waren aber auch viele Arbeitsschritte notwendig. Anstrengend war es auch. Aber es hat sich auf jeden Fall gelohnt. Ein Dank gilt auch der Jugendsozialarbeit (JaS), die das Projekt finanziert hat.

 

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